Erste Hilfe für ein glückliches Autorengehirn

Du bist rastlos und unzufrieden?
Dein Gehirn ist ein schmollender Blob in einem zu kleinen Schädel und reagiert nicht auf nette Zurufe?
Fürchte nicht!

Hier gibt es eine einfache Anleitung, um die störrische graue Masse aus ihrem Saal der Trübnis hinauszutreiben.

All diese Schritte sind in keiner hierarchischen Ordnung und können wahllos kombiniert und ausgeweitet werden.

Und wer nach diesem Beitrag weiterhin interessiert an dem Thema ist:
Es wird noch einmal eloquent und charmant ausgeweided in dem jügsten Texthäkchenbeitrag bei Radio F.R.E.I. — und den gibt es am Ende dieses Posts.
Nur hier live und in Farbe. Nur nicht live. Und nicht in Farbe.
Also einfach brav runterscrollen, wer zu faul zum lesen ist.

Manche dieser Tipps werden für dich besser funktionieren, als andere.
Manche funktionieren heute, aber morgen nicht. Manche funktionieren niemals.
Doch sie alle haben etwas gemeinsam.
Sie sind die Sprache, in der du deinem Gehirn kommunizieren kannst:

Hey!
Ich kümmere mich um dich.

Chillax, Bitch!

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Steh auf und trinke ein Glas Wasser.

Ein hydriertes Gehirn ist ein glückliches Gehirn.
Durst erzeugt miese Stimmung und Konzentrationsschwierigkeiten.
Das Blut wird träge und miesepetrig und hat einfach keinen Bock mehr, den Sauerstoff durch diese knochentrockene Einöde zum Gehirn zu tragen.
Und das Gehirn braucht seinen Stoff! Sonst steht es bald mit einem Knüppel vor deiner Tür.

Streck dich, hüpf ein paar Mal auf und ab.

Für ganz mutige: Zieh die Jacke aus und geh einmal um den Block.

Oh my! Ein ERDBEBEN! Die Blutkörperchen sind außer sich vor Angst, sie hüllen sich in dicke Sauerstoffschutzanzüge und stürzen in die Sicherheit des Gehirns, das ja, wie wir wissen, Tisch und Türsturz zugleich ist!

Wann hast du zuletzt gegessen? Iss was!

 Energy out? Energy in!

Steh auf und koch dir einen Tee.

Es schmeckt. Es ist gesund. Es ist ein Ritual. Es ist warm, es dauert nicht zu lange und man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht dabei sterben. Win-Win-Win!

Stell dir einen Wecker von 15 Minuten und erledige etwas Anderes.

Haushalt. Socken falten. Kochen. Gemüse vorschneiden.

15 Minuten sind nicht viel Zeit, du gewinnst Abstand zu deinem Text, lüftest die Gedanken einmal durch und dein Gehirn wirft Dopamin wie Konfetti herum, weil du so ein fleißiges Bienchen bist und Dinge erledigst. Erfolgserlebnisse!

Ruf jemanden an

Ah der Anruf. Die unverfänglichste der sozialen Interaktionen. Es gibt mehr Kommunikationsebenen als bei WhatsApp und doch sparst du Zeit und Nerven. Du musst nirgendwohin. Du kannst jederzeit auflegen. Und doch wirst du sanft daran erinnert, dass es da draußen eine Welt gibt die ohne dein schriftstellerisches Genie nicht überleben kann. Und, ja, dein Gehirn liebt Gesellschaft. Needy Bitch.

 Nimm eine Dusche!

Du stinkst!

Lies ein paar Seiten.

Originelle Geschichten gibt es nicht. Füll die kreative Batterie mit altbewährtem Strom!

Mach eine Pause

Wenn du merkst. dass du deine Worte seit einiger Zeit nicht mehr mit Tinte sondern mit den letzten Tropfen deiner Hirnflüssigkeit schreibst, ist es vielleicht Zeit für eine Pause. Deine Familie vermisst dich. Sieh, wie die Kinder gewachsen sind.

Und der Hund ist lange tot!

Und jetzt – wie versprochen – das ganze noch einmal völlig anders und für die Ohren.

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